|
Tazacorte
Mit ca. 12 km2 ist Tazacorte flächenmäßig die kleinste Gemeinde, aber in der Geschichte La Palmas hat der Ort bzw. der Hafen von Tazacorte eine besondere Rolle gespielt. Hier landete erstmals 1442 Guillén de Peraza und wollte La Palma erobern, aber der Versuch scheiterte. Erst mit Alonso de Lugo und seinem Heer gelang 1492 der Eroberungs-versuch.
Tazacorte, wie auch Argual und die Caldera de Taburiente, gehörte zu den fruchtbarsten Teilen der Insel und man begann, Zuckerrohr anzubauen. An die Zuckerdynastien derer von Monteverde, Massieu und Van Dale erinnern heute noch die erhaltenen und restaurierten Herrenhäuser. Erst ab Mitte des 19. Jhs. stieg man um auf Bananenanbau, und die ertrag-reichsten Plantagen, die bis ins Ortszentrum hineinreichen, liegen in Tazacorte.
Heute hat die Gemeinde ca. 7000 Einwohner und das farbenprächtigste Rathaus der Insel.
Der kleine Ort ist beschaulich und erstreckt sich oberhalb der Avenida de la Constitución. Von der Promenade aus blickt man über die Bananenplantagen aufs Meer.

Hafen von Tazacorte
|

Puerto de Tazacorte
Sehenswertes:
Iglesia de San Miguel: Noch im 15. Jh. wurde nach der spanischen Eroberung diese Kapelle errichtet, die aber die Laufe der Zeit immer wieder umgestaltet wurde.
Besonders schön ist vor der Kirche die Plaza mit dem Laubengang. Steinbänke aus bunten Kacheln, umrankt von Bougainvillea in allen Rottönen laden zum Verweilen ein.
Casa Van Dale: Aufwendig restaurierter Landsitz unterhalb des Ortskerns, der heute für wechselnde Ausstellungen genutzt wird. Gegenüber steht das Herrenhaus Casa Monteverde.
Puerto de Tazacorte: Der Weg vom Ortskern hinunter zum Haufen dauert ca. 30 Min.. Von hier aus starten -mehrmals täglich- Bootsausflüge zu der Cueva Bonita und zu den Lieblingsgründen der Delfine.
Geht man weiter über die Strandpromenade kommt man zu dem bunt gestrichenen Ort mit vielen Restaurants direkt am Wasser, von denen man den Sonnenuntergang beobachten kann.
Iglesia Nuestra Señora de las Angustias: Wunderschöne kleine Kapelle inmitten von Bananenplantagen auf dem
Weg nach Tijarafe mit einem schmuckvollen Barockaltar und einer Bildhauerarbeit aus dem 16. Jh., die den Erzengel Michael darstellt.
|